About: Monitoring Labor

Der Begriff des Monitoring ist in der aktuellen Diskussion von Planerischen Themen und wie mit Prozessen innerhalb der Planung umzugehen ist, derzeit stark „en vogue“. Ähnlich der Diskussion um Web 2.0 wird das Thema „Monitoring“ stark für eine zielgerichtete und innovative Methode innerhalb der Planung benutzt. Dabei ist Monitoring erst einmal ein Überbegriff für die Beobachtung und Überwachung eines Prozesses über einen längeren Zeitraum, mit dem Ergebnis, die erlangten Erkenntnisse für eine mögliche, reagierende oder auf Prognosen aufbauende Steuerung einzusetzen.

Monitoring Labor

Nun stellt sich die Frage, wie und mit welchen Methoden und Techniken kann Monitoring für die Raumplanung sinnvoll eingesetzt werden? Erste Ergebnisse sind die Projekte „Flächenmonitoring“ und „Wohnungsleerstandsmonitoring“ des Lehrstuhls cpe. Waren diese Arbeiten stark auf das jeweilige Anwendungsfeld fokussiert, so steht im Mittelpunkt dieses Großen Studienprojekts die Aufgabe, in welchen Bereichen der räumlichen Planung noch ein Monitoring eingesetzt werden kann und wie dies sowohl konzeptionell als auch technisch in einem „Monitoringlabor Raumplanung“ realisierbar ist.

Dabei sollen im Mittelpunkt der Untersuchung zwei Tendenzen stehen:
• Aktuelle Entwicklungen des Geoweb und Mobile Computing
• Umgang mit dem experimentellen Aufbau des Monitoring Labor Raumplanung

Das Monitoring Labor ist ein experimenteller Aufbau mit State of the Art Gerätschaften wie Lasertachymeter, GPSPeilsender und Tracker, Klimastation, Luftbildaufnahmegerätschaften und vielen mehr, das sich in der Antragstellung befindet, und, eventuell in der zweiten Bearbeitungshälfte des Großen Studienprojektes einsetzbar ist. Dementsprechend sollen kreative Methoden für die Einsatzfelder dieser Techniken konzipiert werden. Da der Zeitpunkt der Verfügbarkeit des Labors jedoch nicht feststeht, sollten in einem ersten Arbeitsschritt die möglichen Konzepte theoretisch aufgearbeitet werden.

Davon unabhängig steht der Projektgruppe des Großen Studienprojektes Equipment zur Untersuchung des Monitoringgedankens in der Raumplanung in Form von Smartphones zu Verfügung, und soll im experimentellen Umgang Einsatzfelder und mögliche Potenziale von Mobilen Techniken in Verbindung von Geowebapplikationen wie Google Earth, Google Maps, aber auch Social Communities wie wikitude.org, layar.eu und ähnliches Tendenzen aufnehmen. Hintergrund hierfür sind die aktuellen Tendenzen, dass der Geobezug und die gleichzeitige Verortung im Internet von Objekten und auch Prozessen immer stärker ins Zentrum des Interesses rückt sowie die Tatsache, dass mobile Computersysteme wie die angesprochenen Smartphones als auch Netbooks nahezu unbegrenzt räumlich einsatzfähig sind.

Erste Ansatzpunkte zur Bearbeitung des Projektes können sein:
• Analyse von bestehenden Geowebapplikationen auf die Anwendbarkeit hin für ein räumliches Monitoring
• Analyse von Mobilen Anwendungen
• Transformation der erarbeiteten Erkenntnisse auf die Fragestellung im Einsatz der Partizipation/ e Partizipation
• Entwurfsmöglichkeiten
• Monitoring zu einer bestimmten Fragestellung im baukulturellen Kontext,in enger Zusammenarbeit mit dem GSP „Bingen“
• Chancen des Einsatzes von QR- Codes

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